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2. Warum Kammermusik?

Sybille

Wo liegen die Ursprünge der Kammermusik und was waren die Bedingungen, unter denen sie entstehen konnte?


Seit dem 13. Jahrhundert ist eine klangliche Differenzierung belegt zwischen vokaler Kirchenmusik und leiseren, feineren Stimmen, die sich für einen intimeren Vortrag eignen.


Dieselbe Unterscheidung ist auch im instrumentalen Bereich zu erkennen, in dem einer repräsentativen, von Blechbläsern laut vorgetragenen Musik eine leise, feinere Art des (Selbst)Musizierens gegenüber steht, welches sich an wenige und erlesene Zuhörer wendet und sich aus Saiteninstrumenten wie HarfeLaute und Fiedel sowie Flöten zusammensetzt.


Der Begriff Kammermusik selbst erscheint 1555 erstmals im Traktat des Nicola Vicentino L’Antica Musica  (musica da camera), sowohl für vokale als auch für instrumentale Musik.

Er weist in erster Linie auf den (höfischen) Ort der Aufführung hin, insbesondere die camera, also die Privatgemächer des Herrschers.


Musik: Fanny Hensels klavierbegleitete Sololieder op. 1 wurden anonym oder ‚unter falschem Namen’ zu ihren Lebzeiten und teilweise ohne ihr Wissen veröffentlicht.


Wir hören hier eine instrumentale Version des Schwanenlieds (auf einen Text von Heinrich Heine) für Flöte und Harfe mit Eva Hertle und Consuelo Giulianelli- passend zu der Illustration aus dem Stuttgarter Psalter aus dem 9. Jahrhundert. Die Harfe ist ja eines der ältesten Musikinstrumente, man denke nur an König David (wobei Davids Harfe wohl eher eine Leier war, hebr. Kinnor, aber das ist wieder eine andere Geschichte.)




 
 
 

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